Probleme sanft auflösen

Spielen und Kindheit gehören untrennbar zusammen

Wichtige Fähigkeiten zur Bewältigung des täglichen Lebens wie Kreativität, Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit und auch Handlungsfähigkeit werden gefördert. Anders gesagt: Spielen ist ein Königsweg zum Menschsein. Das therapeutische Figurenspiel macht sich diese Zusammenhänge zunutze, indem es dem Kind Figuren, Spielrequisiten oder Stoffe zur Verfügung stellt und mit Hilfe der Therapeutin eine spielerische Herangehensweise und einen natürlichen Zugang zu wichtigen Ressourcen ermöglicht. Das bietet wertvolle Perspektiven, wo konventionelle therapeutische Methoden nicht oder nur wenig greifen.

Wenn ein Kind bereits mit Figuren vertraut ist und Rollenspiele mag, ist der Zugang besonders leicht. Doch auch wenn  bislang noch keine entsprechende Neigung besteht, kann die Therapeutin das Kind behutsam an das Spiel heranführen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Beim Figurenspiel setzt sich das Kind mit seinen Ängsten auseinander. Manchmal fasziniert Angst auch und im Rollenspiel können die »Bösen« (von der Hexe bis Darth Vader) hautnah im Spiel dabei sein. Anders als im Alltag kann das Kind das Spiel jederzeit stoppen, notfalls unterstützt die mitspielende Therapeutin im Hintergrund und ruft den magischen Zauberstein in Erinnerung, mit dem man alle unerwünschten Bösen versteinern kann. Ein eher schüchternes Kind kann die Erfahrung machen, dass ihm mehr Möglichkeiten als die bereits bekannten Verhaltensmuster zur Verfügung stehen, um sich in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu erhalten. So kann es wichtige neue Erfahrungen und Kompetenzen sammeln.